Schüleraustausch Japan
In Japan vereinen sich Moderne und Tradition, mehr als es in anderen Regionen der Fall ist und das charakterisiert Japan mehr als alles andere. Faszinierend ist die Koexistenz der hypermodernen Bürohochhäuser und alten, buddhistischen Tempel. Es ist keine Seltenheit, wenn man auf den Straßen Tokios Geschäftsleute neben Mönchen her spazieren sieht. Für Gäste kann dies eine Umstellung bedeuten, denn von den Reisenden wird ein hohes Maß an Flexibilität und Offenheit gefordert, wenn sie wirklich in die Kultur und die Mentalität der Menschen in Japan eindringen wollen.
Beginn des Schuljahres ist im Monat April, das im darauffolgenden März endet. Einige Schulen arbeiten im Trimester-Rhythmus, doch zunehmend wird auf das bekannte Semester-Prinzip umgestellt. Morgens geht es um 8.30 Uhr mit dem Unterricht los und der Tag endet um 15.30 Uhr. Es wird immer im Klassenverband unterrichtet, das erleichtert den Austauschschülern die Eingewöhnungsphase und erlaubt intensive Kontakte zu den Mitschülern.
Clubangebote oder Sportkurse bestimmen den Nachmittag. Dazu gehören Kendo und andere Sportarten, Musik, Kalligraphie oder das Chorsingen. Gelegentlich kommt es vor, dass die Austauschschüler in mehreren Familien untergebracht werden, was eine Konzession an den geringen Platz darstellt, den japanische Familien zur Verfügung haben. Besuchern ermöglicht dies einen Kontakt zu vielen Menschen und ihrer unterschiedlichen Weise, das Leben zu gestalten. So kann man die Badekultur, das Essen und die üblichen japanischen Begrüßungs- oder Teezeremonien kennenlernen und genießen.
Angebotsphasen der Austauschorganisationen beginnen bei 4 Wochen, erstrecken sich jedoch auch über drei Monate, ein Schulhalbjahr oder ein komplettes Schuljahr. Beste Voraussetzungen bringt mit, wer über Sprachkenntnisse von etwa 2 Jahren verfügt und einen Gesamtnotendurchschnitt von mindesten 3,0 vorweisen kann.